Favoriten für die Euro kommen aus Österreich

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Das SWT King of Rackets, das von 4. bis 6. Juni 2017 im belgischen Oudenaarde zur Austragung kam, eines der wichtigsten Turniere auf der FIR World Tour, wurde von den Athletinnen und Athleten der Racketlon Federation Austria dominiert. Alle Elite-Bewerbe (Herren-Enzel, Damen-Einzel, Herren-Doppel, Damen-Doppel, Mixed-Doppel) gingen an Österreich; darüberhinaus gewann Emanuel Schöpf den U21-Bewerb. Dazu kommen dritte Plätze von Michi Dickert und Bettina Bugl im Einzel, sowie von Emanuel Schöpf im Doppel.

 

EM-Favoriten kommen aus Österreich

Am 1. Juni 2017 hatte Windischberger den Dänen Kasper Jønsson als Weltranglisten-Zweiten abgelöst, womit er zum besten aktiven Racketlonspieler der Welt aufstieg. Der Weltranglistenerste Jesper Ratzer hatte seine Karriere im Februar beendet, führt das Ranking, das sich aus den besten Resultaten aus 24 Monaten errechnet, aber noch an. Mit Weltmeisterin Christine Seehofer und Tour-Dominator 2017 Lukas Windischberger ist die Racketlon Federation Austria damit für die Heim-Europameisterschaften von 25. August bis 3. September 2017 in Wr. Neudorf und Wien bestens aufgestellt. Die meisten österreichischen Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler hat bereits für das Event genannt: Christine Seehofer, ihre Schwester Elisabeth, Lukas Windischberger, Betti Bugl, Emanuel Shöpf, Hans Sherpa, Tom Wagner; aber auch die Weltranglisten-Zweite Amke Fischer oder der Weltranglisten-Sechste Kresten Hougaard sind bereits auf der Nennliste. Nennschluss ist der 21. August.

Ich wollte hier immer schon einmal gewinnen. Aber ich weiß nicht, wie das heuer gegangen ist.

SWT-Tripple für verletzten Windischberger

Auch eine Oberschenkelverletzung an Tag eins konnte Österreichs besten Racketlon-Spieler Lukas Windischberger beim SWT King of Rackets nicht stoppen. Der Niederösterreicher wurde seiner Setzung als Nummer eins gerecht und gewann in Oudenaarde zum ersten Mal den Einzelbewerb eines Super-World-Tour-Events. SWT-Turniere sind vergleichbar mit den Grand-Slam-Turnieren im Tennissport und haben neben Welt- und Europameisterschaften die höchste Wertigkeit im Racketlonsport. Im Halbfinale schaltete er Landsmann Michi Dickert mit +12 (TT:14-21, BA: 21-18, SQ: 21-6, TE: 11-10) aus. Das Endspiel gegen Lokalmatador Peter Duyck ging mit +11 (TT: 11-21, BA: 21-8, SQ: 21-6, TE: 4-11) an den nunmehr vierfachen Turniersieger 2017. „Ich wollte hier immer schon einmal gewinnen. Aber ich weiß nicht, wie das heuer gegangen ist. Nach meiner Verletzung an Tag eins, habe ich mir keine großen Hoffnungen gemacht. Mit einem bandagierten Oberschenkel habe ich unter Schmerzen Match für Match gespielt. Ich habe gesehen, die Chance auf den Sieg ist da, dafür habe ich alles gegeben.“ Auch im Herren-Doppel mit Michi Dickert und im Mixed-Doppel mit Christine Seehofer fuhr der Großengersdorfer Turniersiege in Belgien ein.

Das nenne ich ein schönes Wochenende!

Neunter Titel 2017 für Seehofer

Christine Seehofer, seit über einem Jahr im Racketlon-Einzel unbesiegt, war auch beim SWT King of Rackets eine Klasse für sich. Ohne zum Tennisschläger greifen zu müssen, sicherte sich die 22-Jährige aus Prottes ihren dritten Turniersieg 2017 nach Wien und Prag. In Oudenaarde holte die Weltranglisten-Erste ihren ersten SWT-Titel in dieser Saison. Das Endspiel gegen Silke Altmann ging mit +31 (TT: 21-4, BA: 21-12, SQ: 21-16) an Seehofer. Auch im Damen-Doppel mit Bettina Bugl und im Mixed-Doppel mit Lukas Windischberger hatte die Niederösterreicherin an den ersten beiden Turniertagen triumphiert. Für Seehofer war es der bereits dritte Dreifach-Sieg 2017! „Das nenne ich ein schönes Wochenende“, so Seehofer, die sich im Endspiel selbst überraschte: „Mit 21:4 im Tischtennis hatte ich nicht gerechnet, da es gegen Silke im Tischtennis meist eine offene Partie ist. So konnte ich das Finale noch vor dem Tennis gewinnen.“

 

Dickert und Bugl werden Dritte

Die Klosterneuburger Bettina Bugl und Mich Dickert steuerten weitere Top-Resultate für die RFA bei: Betti belegte im Damen-Einzel Platz drei. Im kleinen Finale gegen Natalie Paul wehrte sie beim Stand von 11:20 im Tennis sogar einen Matchball ab, ohne es zu wissen. „Ich war so fokussiert, habe einfach Punkt für Punkt gespielt. Ich bin froh, dass ich meine Ziele mit Platz drei im Einzel und Platz eins im Doppel hier erreicht habe“, so die 20-Jährige, die Natalie Paul mit +2 (TT: 21-2, BA: 13-21, SQ: 25-27, TE: 13-20) besiegen konnte. Auch Michi wurde am Ende Dritter im Herren-Einzel. Er schlug Jesper Hougaard +18 (TT: 20-22, BA: 21-11, SQ: 21-11). „Ich bin zufrieden mit der Leistung im letzten Spiel; vor allem mit Tischtennis und der zweiten Hälfte im Squash. Mit dem Sieg im Doppel und dem dritten Platz im Einzel habe ich das Maximum an diesem Wochenende rausgeholt.“

 

Schöpf holt Nachwuchsbewerb

Über einen Turniersieg konnte sich auch der Bludenzer Emanuel Schöpf freuen. Der 19-Jährige war im U21-Bewerb nicht zu schlagen, er verwies den Briten Piers Boden und den Belgier Senne Blommaert auf die Plätze. An der Seite des Polen Greg Lorkiewicz holte Österreichs Nachwuchs-Ass Platz drei im Herren-Doppel. „Mit dem Sieg im U21-Bewerb habe ich mein Ziel erreicht. Mit dem dritten Platz im Doppel habe ich noch eins draufgesetzt. Ein sehr gutes Wochenende für mich!“

 

Quelle: RFA-Presstext 16/2017

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