Keine Einzel-Medaille für Österreichs Elite-Herren

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Österreichs Hoffnungen auf eine Medaille im ECO SECURE Men A – Elite Einzel endeten im Viertelfinale. Drei RFA-Starter hatten es in die Runde der letzten Acht geschafft: Georg Stoisser, Lukas Windischberger und Michi Dickert. Den Anfang in der Centre Court Arena machte der Steirer Stoisser, der im Duell zweier Wildcard-Spieler auf den Slowenen Janez Makovec traf. Makovec startete stark, spielte offensiv und dabei fast fehlerfrei Tischtennis und gewann 21-5. Doch Stoisser schlug zurück, triumphierte 21-9 im Badminton und ging nach 21-11 im Squash mit einer Sechs-Punkte-Führung in die letzte Disziplin Tennis. Es war ein offener Schlagabtausch mit sehenswerten Ballwechseln im Duell zweier Linkshänder. Immer wieder wollte Stoisser die Initiative ergreifen, immer wieder unterliefen ihm dabei Fehler. Bei 7-15 zertrümmerte Stoisser seinen letzten Schläger nach einem Schlagfehler. Mit fremdem Material ging es weiter – Makovec spielte sogar ein paar Schläge mit dem Österreicher ein, damit sich dieser an das neue Spielgerät gewöhnen konnte. So viel Fairness verwunderte die Zuschauer. Bei 19-13 für Makovec im Tennis fehlten beiden Akteuren noch zwei Punkte zum Sieg. Der Slowene machte diese en suite und zog ins Halbfinale ein.

Makovec Gegner in der Vorschlussrunde sollte der britische Youngster Leon Griffiths sein. Der Brite nahm es im Gegensatz zum Slowenen jedoch nicht ganz so genau mit der Fairness in seinem Match gegen Lokalmatador und Turnierfavorit Lukas Windischberger. Es war ein Match auf des Messers Schneide. Mit 21-10 und 21-19 gewann der 17-Jährige die ersten beiden Disziplinen gegen seinen 25-jährigen Kontrahenten. Eine sensationelle Squash-Leistung von Windischberger sollte die Vorzeichen vor der letzten Disziplin Tennis jedoch zugunsten des Großengersdorfers drehen. Konzentriert spielte Lukas Punkt für Punkt, gewann 21-0 und lag mit acht Punkten vor der letzten Disziplin voran. Weil die Partie zwischen Stoisser und Makovec noch im Gange war, kam es zu einer längeren Pause, die der Brite nützte, um sich vom Squash-Schock zu erholen. Griffiths zog dann im Tennis schnell mit fünf Punkten davon. Viele knappe Entscheidungen auf beiden Seiten gipfelten in folgender Situation bei 13-6: Windischberger servierte einen zweiten Aufschlag, der Schiedsrichter gab den Ball gut, Griffiths sah den Ball im Out, spielte jedoch weiter um nach einigen Schlägen den Ballwechsel doch zu stoppen. Der Ball war überspielt, dennoch einigten sich die Spieler auf zweiten Aufschlag, den Windischberger verschlug. Danach ging nicht mehr viel beim Niederösterreicher, der insgesamt zu passiv spielte und dabei eine ungewohnt hohe Fehlerquote verzeichnete. Griffiths siegte 21-9 im Tennis und gewann damit auch das zweite Saisonduell mit Windischberger.

Um genau 12 Uhr schickte sich dann Michi Dickert an, den mehrfachen Vize-Weltmeister Kasper Jønsson zu schlagen. „Tischtennis und Squash werden entscheidend sein“, hatte der Klosterneuburger prophezeit. Mit einem Punkt Rückstand aus diesen beiden Disziplinen und einer 10-21-Niederlage im Badminton fehlten dem Dänen im Tennis noch zehn Punkte zum Sieg. Dickert versuchte am Hardcourt aktiv zu sein, produzierte dabei jedoch zu viele Fehler. So endete der Matchball symptomatisch mit einem Vorhandfehler des 36-Jährigen. Jønsson, der klar gemacht hatte, dass er hier sei um Europameister zu werden, sollte im Halbfinale auf den Polen Rav Rykowski treffen. Rykowski, der als einziger Spieler im Turnier noch nicht zum Tennisschläger greifen musste, warf den Dänen Morten Jaksland (3) mit +28 (TT: 21-14, BA: 21-11, SQ: 21-10) aus dem Turnier.

Die Halbfinalspiele finden im Laufe des Samstagnachmittags statt und sind im Livestream auf der RFA-Facebook-Seite zu verfolgen.

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